Manu

Manu McDrumsmurf

Manu, der aus einem einsamen Dorf inmitten der Highlands stammt, verbrachte seine Jugend mit der Jagd nach Nessie.

Als er mal wieder im Whisky-Koma lag, erschien ihm ein alter Seher und erklärte, dass sich Seeungeheuer am besten durch eine bestimmte Schlagfolge verschiedener Trommeln anlocken lassen.

Aufgrund dessen bastelte sich Manu McDrumsmurf, wie er sich von nun an nannte, über die Jahre ein riesiges Drumkit, bestehend aus Whiskyfässern (selbst geleert), Baumstämmen, Eichhörnchenfellen und Pferdeäpfeln, und perfektionierte das Spiel darauf.

Eines Tages gelang es Manu tatsächlich, Nessie zu fangen. So glaubte er zumindest, als er ein seltsam riechendes Geschöpf aus dem See zog.

Bei näherem Hinsehen musste McDrumsmurf jedoch erkennen, dass es sich um kein Seeungeheuer, sondern lediglich um einen bartlosen Piraten handelte.

Enttäuscht übergab er diesen wieder dem Wasser.

Als McDrumsmurf nach fast 50 erfolglosen Jahren der Nessiejagd feststellte, dass er sich die ganze Zeit gar nicht am Loch Ness befunden hatte, sondern an einem kleinen Ententeich im Stadtpark von Edinburgh, fasste er den Plan, Schottland hinter sich zu lassen, um sich seiner zweiten großen Liebe nach Nessie zu widmen: dem Heavy Metal.

Zufällig wurde ihm von einem anderen Mitglied der Nessiehunter-Community auf Facebook ein Gesuch der Band „Beyond Redemption“ auf sein Smartphone geschickt: „Drummer und Sängerin gesucht!“

Sofort tausche Manu sein letztes Fass Scotch gegen ein rotes, heruntergekommenes Doppeldeckerflugzeug aus dem frühen 20. Jahrhundert und machte sich damit auf den Weg ins Ruhrgebiet.

Bei dem Versuch, eine obszön wirkende Wolkenformation aus dem Cockpit heraus zu fotografieren, rutschte ihm sein Handy aus den Händen und fiel vom Himmel.

Wie er die Maschine landete… nun, das ist eine andere Geschichte.