Marco

Foto: Jörg Müller / the-pit.de

Marco Prolo

Marco wurde im Jahre 1983 als Manta B im Opel-Werk Bochum gebaut und wenig später von einem Nackenmattenträger aus Werne mit Cowboystiefeln erworben, der den Spitznamen „Prolo-Marco“ trug.

In den darauffolgenden Jahren wurde der Marco-Manta so richtig aufgemöbelt: Mattig Breitbausatz, Tieferlegung, Riesenpellen, gigantischer Heckspoiler, Sportauspuff und natürlich die fetteste Musikanlage in ganz Westfalen.

Aufgrund seiner unfassbar intensiven Bässe war Marco als „Die krasse Bassmaschine aus Werne“ bekannt.

Während einer gemütlichen Cruising-Tour über die A40 tauchte am Himmel plötzlich ein rotes Doppeldeckerflugzeug auf, das rasant an Höhe verlor und offensichtlich zur Landung ansetzte.

Dabei kam es so nah, dass „Prolo-Marco“ förmlich die Whisky-Fahne des gälisch fluchenden Piloten riechen konnte.

Die durch den Propeller verursachten Luftwirbel griffen unter den Heckspoiler des Mantas, kehrten dessen Funktion um und schleuderten das Fahrzeug mehrere Meter in die Luft.

Der Wagen landete daraufhin auf dem Dach und erlitt dabei einen Totalschaden.

Jedoch wurde die „Bassmachine“ im Jahre 1990 wiedergeboren. Diesmal als Mensch.

Die Liebe zu tiefen Tönen hatte Marco aus seinem früheren Leben mitgenommen, so dass ihm das Spiel auf der Bassgitarre quasi in die Wiege gelegt worden war.

Als Tribut an seinen ehemaligen Fahrer nahm er den Künstlernamen „Marco Prolo“ an und machte sich mit seinem legendären Stereo-Bass und der Band „Beyond Redemption“ auf, seine Tieftöne in die Welt zu streuen.